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Avrillé cedex FRANCE
Passkerbstift DIN 1472 / ISO 8745
Passkerbstift nach DIN 1472 / ISO 8745 mit konischer Kerbung über die halbe Stiftlänge: Der glatte Schaft führt das Bauteil, die Kerbzone fixiert es auf dem letzten Fügeweg spielfrei. Lieferbar von Ø 1,5 bis 25 mm und 8 bis 100 mm Länge, in Stahl, Edelstahl A2/A4, Messing oder Aluminium. Teil unseres Programms Kerbstifte nach DIN und ISO.

Passkerbstift DIN 1472: erst führen, dann fixieren
Der Passkerbstift DIN 1472 (international ISO 8745) ist ein Kerbstift, dessen drei Längskerben nur eine Hälfte der Stiftlänge einnehmen und zum Stiftende hin konisch tiefer werden. Die andere Hälfte bleibt glatt. Sie wählen ihn, wenn ein Bauteil beim Fügen zunächst geführt und erst am Ende des Einpresswegs spielfrei festgesetzt werden soll.
In vielen Baugruppen ersetzt er die Kombination aus Passstift und zusätzlicher Sicherung: Der glatte Abschnitt übernimmt die Zentrierung, die Kerbzone den Presssitz. Eine geriebene H7-Bohrung ist dafür nicht nötig – standardmäßig genügt H11, andere Bohrungstoleranzen legen wir auf Anfrage für Ihre Anwendung aus.
Aufbau und Wirkprinzip des Halbkerbstifts
Beim Einpressen läuft zuerst der ungekerbte Schaft in die Bohrung und richtet die Bauteile zueinander aus. Erst auf dem letzten Teil des Fügewegs erreichen die Kerbwülste die Bohrungswand.
- Führungsabschnitt: glatter Schaft ohne Kraftaufbau – das Bauteil lässt sich verkantungsarm ansetzen.
- Klemmabschnitt: Der Wölbungsdurchmesser steigt konisch an, die Einpresskraft nimmt entsprechend zu.
- Endsitz: Die elastisch vorgespannten Kerbwülste halten die Verbindung auch unter Wechsellast spielfrei.
Wann ist der Passkerbstift die richtige Wahl?
- Zwei Bauteile müssen vor dem Fixieren exakt zueinander ausgerichtet werden.
- Die Bohrung ist durchgehend und bietet ausreichend Führungslänge für den glatten Schaft.
- Der Stift soll im Wartungsfall austreibbar sein – ersetzt wird er durch einen neuen Kerbstift.
- In automatisierten Linien soll die Einpresskraft erst spät im Fügeweg ansteigen.
Muss die Klemmung dagegen über die gesamte Länge wirken, etwa im Sackloch, ist der Kegelkerbstift DIN 1471 / ISO 8744 die bessere Wahl.
Passkerbstift oder Kegelkerbstift?
Typische Anwendungen
- Scharniere und Klappen: Der glatte Schaft richtet die Lagerbohrungen aus, die Kerbzone sichert den Stift.
- Gehäuse: Ausrichten von Gehäusehälften, bevor weitere Verbindungselemente montiert werden.
- Getriebebau: Fixierung von Hebeln und Kupplungsteilen auf Wellen.
- Vorrichtungsbau: Positionierstifte in Montage- und Prüfvorrichtungen.
Fertigung bei LGC Industries
Die Rohlinge entstehen auf Escomatic- und Mehrspindel-Drehautomaten inklusive Einführfase. Beim anschließenden Kerben greifen die drei um 120° angeordneten Werkzeuge nur auf einer Stifthälfte an und formen die Kerben spanlos durch Kaltumformung. Entscheidend ist ein sauberer Übergang zwischen glattem Schaft und Kerbzone – optische Prüfsysteme überwachen ihn in der Linie. Gefertigt wird nach IATF 16949 in Frankreich, mit dem Qualitätsziel 0 PPM.
Werkstoffe und Abmessungen
Passkerbstifte liefern wir von Ø 1,5 bis 25 mm und in Längen von 8 bis 100 mm – aus Stahl, Edelstahl A2 (1.4305) und A4 (1.4404), Messing oder Aluminium. Als Oberflächen stehen unter anderem verzinkt, phosphatiert und brüniert zur Wahl. Das vollständige Maßblatt nach ISO 8745 erhalten Sie auf Anfrage.
Häufige Fragen
Welche Bohrung benötigt ein Passkerbstift?
Standardmäßig eine gebohrte Aufnahme im Toleranzfeld H11 mit dem Nenndurchmesser des Stifts. Ein Reiben auf H7 entfällt. Arbeiten Sie mit einer anderen Toleranz, legen wir die Kerbung passend zu Ihrer Bohrung aus.
Warum ist nur die halbe Länge gekerbt?
Der glatte Abschnitt dient als Führung: Er zentriert das Bauteil, bevor Kraft aufgebaut wird. So lassen sich Bauteile exakt ausrichten und erst auf dem letzten Fügeweg spielfrei fixieren.
Worin unterscheidet sich DIN 1472 von DIN 1471?
Beim Passkerbstift nach DIN 1472 ist nur eine Hälfte gekerbt, beim Kegelkerbstift nach DIN 1471 die gesamte Länge. Der Kegelkerbstift klemmt über den ganzen Fügeweg und eignet sich besonders für Sacklöcher.
Ab welcher Stückzahl fertigt LGC Industries?
Wir sind auf mittlere und große Serien spezialisiert, in der Regel ab mehreren tausend Stück. Bei Neuentwicklungen unterstützen wir Sie bereits in der Konstruktionsphase.
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Fertigung in Frankreich seit 1934
LGC Industries entwickelt und produziert täglich mehr als eine Million Teile in den eigenen Werkstätten. 100 % unserer Materialien werden aus einer Entfernung von weniger als 900 km geliefert - für kurze Lieferketten und volle Rückverfolgbarkeit.

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