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Avrillé cedex FRANCE
Gewindeeinsatz selbstschneidend – Aufbau, Herstellung und Vorteile
Selbstschneidende Gewindeeinsätze Intervis® sind zylindrische Buchsen mit metrischem Innengewinde und selbstschneidendem Außengewinde. Beim Eindrehen schneiden sie ihr Aufnahmegewinde selbst und erzeugen ausreißfeste Verbindungen in Leichtmetall, Kunststoff oder Guss. LGC Industries fertigt sie seit Jahrzehnten von M2,5 bis M16 in Stahl, Edelstahl A2/A4 und Messing.

Was ist ein selbstschneidender Gewindeeinsatz?
Ein selbstschneidender Gewindeeinsatz ist eine Buchse mit zwei Gewinden: innen ein metrisches Gewinde für die Schraube, außen ein Gewinde mit Schneidkante. Beim Eindrehen in eine einfache Bohrung schneidet er sein Gegengewinde selbst. Ein separates Gewindeschneiden entfällt.
Das Außengewinde verteilt die Last auf eine deutlich größere Fläche als ein direkt geschnittenes Gewinde. In weichen Werkstoffen wie Aluminium, Magnesium, Guss oder Kunststoff steigt dadurch die Ausreißfestigkeit, und die Verbindung lässt sich auch nach vielen Montagezyklen wieder lösen.
Aufbau eines Intervis® Gewindeeinsatzes
- Innengewinde: metrisches Regelgewinde, auf Wunsch Feingewinde.
- Außengewinde: selbstschneidend, verankert den Einsatz formschlüssig im Grundwerkstoff.
- Schneidzone: ein Schneidschlitz oder drei Schneidbohrungen, die die Späne aufnehmen.
Herstellung bei LGC Industries
- Drehen: Rohling und Außenkontur entstehen auf Escomatic- und Mehrspindel-Automaten.
- Außengewinde: Das selbstschneidende Gewinde wird in das Werkstück eingebracht.
- Schneidzone: Schlitz oder Schneidbohrungen werden mit definierter Geometrie eingearbeitet.
- Innengewinde und Oberfläche: Das metrische Innengewinde wird geschnitten; anschließend folgt auf Wunsch eine Wärme- oder Oberflächenbehandlung.
Vorteile im Serieneinsatz
- Kein Vorschneiden: Die Bohrung wird nur gebohrt, das spart einen Arbeitsgang und Gewindebohrer.
- Höhere Ausreißfestigkeit: Die Last verteilt sich über das größere Außengewinde.
- Wiederholbare Montage: Die Schraube läuft im Stahl- oder Messinggewinde, nicht im Grundwerkstoff.
- Gewindereparatur: Beschädigte Gewinde in Guss- und Aluminiumgehäusen lassen sich instand setzen.
- Automatisierbar: geeignet für maschinelle Eindrehwerkzeuge in Montagelinien.
Welche Ausführung für welche Anwendung?
| Ausführung | Schneidzone | Einsatzschwerpunkt |
|---|---|---|
| Intervis® Standard | Schneidschlitz | Leichtmetall, Kunststoff, Holzwerkstoffe |
| Intervis® 3-Loch | Drei Schneidbohrungen | Geringe Bauhöhe, rissempfindliche Werkstoffe |
| Gewindeeinsatz nach Zeichnung | Nach Anforderung | Sondermaße, Sonderwerkstoffe |
Eine Übersicht des gesamten Programms finden Sie auf der Seite Gewindeeinsätze Intervis®.
Häufige Fragen
Welche Bohrung benötigt ein selbstschneidender Gewindeeinsatz?
Eine gebohrte, nicht geschnittene Aufnahme. Der optimale Durchmesser hängt vom Grundwerkstoff ab; wir empfehlen Eindrehversuche vor dem Serienstart.
In welchen Größen ist Intervis® lieferbar?
Von M2,5 bis M16, in Stahl, Edelstahl A2/A4 und Messing.
Ab welcher Stückzahl fertigt LGC Industries?
Wir fertigen mittlere und große Serien, in der Regel ab mehreren tausend Stück.
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Fertigung in Frankreich seit 1934
LGC Industries entwickelt und produziert täglich mehr als eine Million Teile in den eigenen Werkstätten. 100 % unserer Materialien werden aus einer Entfernung von weniger als 900 km geliefert - für kurze Lieferketten und volle Rückverfolgbarkeit.

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